1998 - Magma


By Toml - Posted on 18 April 2009

Nach zwölf Jahren war es endlich soweit: Phantom Lord nahm seine erste CD auf. Viele Jahre verbrachten wir in dunklen Kellern, schrieben schöne Lieder und wollten nun endlich damit an die Öffentlichkeit gehen. So planten wir Anfang 1998, unsere erste CD aufzunehmen. War ja nun wirklich mal an der Zeit, unsere Freunde mit einer CD zu versorgen. Wir schmissen unser Material zusammen und kamen auf 5 Songs, die - zusätzlich zu Discharge - auf die CD wandern sollten. Also stürzten wir uns in das Abenteuer einer Aufnahme.

Da ich durch meine Erfahrung in diversen Bands incl. Studioaufenthalten bereits einige Erfahrung gesammelt hatte und mir zudem über die Jahre hinweg ein recht vernünftiges Equipment zusammengekauft hatte, fiel mir die Aufgabe zu, das Ganze zu organisieren, die Schritte zu planen und die Durchführung zu managen. Ich entschied mich für die Variante: So viel wie möglich zu Hause aufnehmen, den Rest (plus Abmischen) im Studio.

Der Anfang war schnell gemacht. Wir nahmen die 5 Lieder auf meinem analogen 8-Spur-Tonband auf, wobei Snare, Basstoms, Hängetoms und Becken auf jeweils eine eigene Spur wanderten. Danach wurden die einzelnen Spuren digitalisiert, was nichts anderes heißt, als jeden Song achtmal abzuspielen, und dabei immer eine andere Spur über den einzigen Eingang meiner Soundkarte im Computer digital aufzunehmen - wie man sich vorstellen kann, eine furchtbar ermüdende Sache. Das geht heute natürlich 1000 Mal einfacher, heute gibt es günstige MIDI-Schnittstellen in Hülle und Fülle. Der nächste Schritt war schwerer: Ich musste die Spuren mit Wolfis Geklopfe in MIDI umwandeln. Heute ist das ja grundsätzlich kein Problem, die Software dazu kostet keine 50 Flocken, damals war allerdings ein deutlich größerer Aufwand vonnöten. Zum Glück gab es Charlie.

Charlie war, wie bereits geschildert, der Schlagzeuger unserer Band Aiming High und außerdem ein recht guter Spezl von mir. Das ging soweit, dass ich zwei Wochen im Jahr auf seine Butze und vor allem auf seine Katzen aufpassen musste, während er und seine Frau im Urlaub waren. Ich zog also zwei Wochen im Jahr in seine Wohnung (was mir herzlich egal war, denn ich wohnte keine 5 Minuten weg von ihm) und hütete seine Stubentiger. Diese komischen Viecher hielten mich ganz schön auf Trab: Der dicke Robert beanspruchte die Chefrolle im Haus und damit den Platz, auf dem man gerade saß, der noch recht junge Filou musste beinahe ständig von allen möglichen Sitzmöbeln verjagt werden, da er permanent seine Krallen drin hatte, und Dumpfi, der Verhaltensgestörte, saß meist nur still in einer Ecke und schwankte langsam von links nach rechts. Komische Katzen. Insbesondere mochten sie es nicht, wenn sie nicht jeden Tag pünktlich um 5 Uhr Morgens und um 18 Uhr Abends ihr Futter bekamen. Vor allem der dicke Robert war da sehr schnell sehr unleidig. Spätestens um 5:01 Uhr sprang er aufs Bett, stellte sich über meinen Kopf und ließ sich fallen. (Ich habe bei der Gelegenheit das Katerpult erfunden.)

Schön war allerdings, das Charlie sein eigenes Studio hatte, welches er mit allen möglichen und unmöglichen Geräten vollgestopft hatte, die ich benutzen konnte. Von diesem Equipment konnte ich damals nur träumen. Also nutzte ich die zwei Wochen, um erstmal Wolfis Drumspuren mit Hilfe eines kleinen Japaners in schöne MIDI-Files zu übersetzen. So hatte zwar Wolfi das Schlagzeug selbst eingeklopft, wir waren aber deutlich freier in der Anpassung von Drumsounds und Tempi. Außerdem ist das Abmischen deutlich einfacher, vor allem, wenn man keine Kohle für vernünftige Mikrophonierung oder ein teures Schlagzeug hat. Zwei Wochen lang war ich jeden Abend damit beschäftigt, die MIDI-Files umzuwandeln, anzupassen und ein adäquates Schlagzeug unter unsere zukünftige Aufnahme zu legen. Zusätzlich nahm ich noch schnell den Bass auf, und es konnte ins Studio gehen.

Die Wahl des Studios und damit auch des Tontechnikers fiel recht schnell auf auf das Flaucher Park Studio und damit auf den Gruber Mani. Mani ist seit mehreren Jahren eine echte Institution in der Münchner Musikszene. Mit Boysvoice erlangte er damals einige Berühmtheit, die Kohle, die er damit machte, investierte er in ein sehr feines Aufnahmestudio und nimmt seitdem hoffnungsvolle junge und etablierte Bands auf.

Mani ist echt klasse. Das erste Mal erlebte ich ihn, als er für Aiming High die Technik und den Sound im Münchner Feierwerk machte. Wir spielten damals als Vorgruppe zu einer schrecklichen Poserband, die sich unglaublich wichtig nahm und vor dem Auftritt den kompletten Backstagebereich mit Schminkspiegel, Paillettenjäckchen und Parfümwolken belegten. Wir mussten uns auf dem Klo umziehen. Vor allem der Sänger war ein richtiger Honk. ca. 1,70 Meter groß, zaundürr, Glitzerjeans und bauchfreies, weißes Jäckchen. Die Band, ich habe keine Ahnung mehr, wie sie hieß, hatte die Bühne des Feierwerks, ein Club für ca. 150 Besucher, mit einem Laufsteg verlängert und zusätzlich ca. 100 KW Licht auffahren lassen. Als wir von unserem Vorbandauftritt von der Bühne gingen, waren wir wegen der Hitze, die die Lampen ausstrahlten, quasi mit dem eigenen Schweiß geduscht und stanken, wie die Eber. Dann kam der Hauptact. Schlagzeug, Gitarre und Bass begannen mit einer Soundwand, dann hüpfte der Sänger auf die Bühne, lief den Laufsteg nach vorne, ging in die Knie und ließ einen hohen Schrei erklingen, während er von 20 roten Lampen ins rechte Licht gesetzt wurde. Als er wieder aufstand, kippte er um und wurde ohnmächtig. Die Beleuchtung war wohl eher ein Hühnergrill - oder besser Hünchengrill, wenn man sich den Sänger mal so ansah. Die Band hörte natürlich sofort auf, zu spielen und stand komplett bedröppelt auf der Bühne herum. Mani nahm das Technikermikrophon und gab der Band über die Anlage den guten Rat: "Schickts Euern Magermilchkrüppel mal zum Barras!" Der Gig und der mühsam aufgebaute Ruf der Band waren danach komplett fertig. Ich habe jedenfalls nichts mehr von den Typen gehört.

Ein anderes Mal traf ich Mani auf der Frankfurter Musikmesse. Ich stand gerade mit meinen Hannoveranen Bekannten von Amazone herum und tauschte die neuesten Infos aus. Da kam Mani, den sowohl die Hannoveraner als auch ich recht gut kannten. Flugs entwickelte sich ein recht angeregtes Gespräch, vor allem zwischen Mani und mir, was vor allem daran lag, dass die Hannoveraner Manis breites, schönes Bayerisch einfach nicht verstehen konnten. Als Mani wieder weg war, fragten sie mich auch sofort: "Was hat der denn gesagt?" Als ich Mani kurze Zeit später wieder traf und ihm von der Verstehensschwierigkeit der Hannoverraner berichtete, erwiderte er nur trocken: "Da sans selber dran schuld. Wanns nix verstehen, dann müssens halt aufpassen."

Mit Mani zu arbeiten ist immer ein Highlight, was ich natürlich den Lordlern nicht vorenthalten wollte. Und außerdem ist Mani so dermaßen entspannt und ausgeglichen, dass er auch mit uns Sauhaufen zurecht kommen sollte. Also rief ich ihn an und fragte ihn, ob er denn Lust hätte, die Gitarre und den Gesang für uns aufzunehmen und das Ganze abzumischen. Mani freute sich auf den Job und so schlugen wir im Sommer 1998 bei ihm im Studio auf.

Komischerweise lief das Ganze erstaunlich glatt durch. Mani zeigte sich von seiner besten Seite, war locker und gut gelaunt, gab uns Tipps und Ratschläge, lobte Winny für seinen Gesang (und tadelte ihn für sein Gitarrenspiel) und war nur zum Schluss kurz sauer, als Wolfi um elf Uhr Abends noch einen Roughmix wollte. Insgesamt also eine sehr gute Sache, die dann zwei Wochen später abgemischt werden sollte.

Michi und ich wollten die Zwischenzeit nutzen, um die Keyboardeffekte zu entwerfen. Zwar sind wir keine Keyboardband, in den achtziger Jahren wäre ein Keyboarder, der sich mit seinem Tasteninstrument in unseren Proberaum gewagt hätte, wahrscheinlich gesteinigt worden, bevor wir ihn gezwungen hätten, sein Keyboard aufzuessen. Ohne Salz natürlich. Wen wundert's, zu der Zeit lief auf allen Radiosendern ausschließlich weichgespülte Keyboardmusik von schwuchtigen Bands mit ondulierten Haaren. Ganz schlimm! Aber in der Zwischenzeit waren die Klangmöglichkeiten besser geworden und hörten sich nicht mehr an, wie eingedoste und weichgespülte Streicherarrangements. Mit den Sounds, die ich mit gekauft hatte, konnte man schon einige Effekte setzen, die wir natürlich ausnutzen wollten. Also traf ich mich mit Michi in meiner Wohnung, wo wir begannen, Effekte und zusätzliche Soundspuren unter das Ganze zu legen, um Magma klangtechnisch nach vorne zu bringen. Das Ergebnis finde ich nach wie vor gelungen. Man höre sich nur den Anfang von Phantom Lord an: Düstere Athmosphäre, die nach und nach in einen dunklen Loop aus Ethnosynths, Percussions und Darkflutes mündet, bevor die Gitarren losbrechen und alles in Grund und Boden knüppeln. Gerade um den letzten Ton des Flötenparts haben wir uns ungelogen zwei Stunden gestritten. Um einen Halbton nach oben oder unten, man stelle sich das mal vor. Nach vielem Herumprobieren, diskutieren, wegwerfen, neu probieren, alles wieder umkrempeln, neu beginnen, (saufen), hin- und herüberlegen, verschiedene Varianten durchprobieren und die Müdigkeit bekämpfend waren wir schließlich um 5 Uhr früh soweit, dass wir zufrieden waren. Aber es hat sich gelohnt, das Album klingt kein bisschen posig und seine Qualität wurde durch diese Aktion allerdings deutlich aufgewertet.

Das Intro hatte ich ja schon ein paar Wochen vorher auf der Pfanne. Es bestand eigentlich nur aus ein paar aneinandergereihten Harmonien und Melodien, die zusammen eine ganz brauchbare Melodie ergaben. Irgendwas fehlte mir aber noch, und so fragte ich eine befreundete ausgebildete Musikerin und Komponistin, wo denn der Haken sei, denn irgendwas klang nicht so, wie es meiner Meinung nach klingen müsste, aber ich kam einfach nicht drauf. Sie sah sich den Notenausdruck an und kam sehr schnell auf den Fehler: Im 35. Takt sei die enharmonische Verwechslung der subdominant klingenden phrygischen Tonleiter zwar angemessen, trotzdem sei es logischer, wenn man drei Takte vorher die fünfte Terz als mixolygischen Dreiklang umsetzt und den darauffolgenden Sextakkord mit einem Generalbass einleite. Außerdem sei es doch sehr gewagt, die Auflösung der äolischen Steigerung über einen pentatonischen Quintenzirkel zu führen, weswegen der 37. Takt eher nach gregorianischem Vervollständigungsmodus denn nach der eigentlich gewollten Progression des Dominantseptakkordes klänge. Aha, sagte ich, super, vielen Dank ... und ließ das Ganze erstmal so, wie es war. Zwei Monate nach der Aufnahme habe ich den Fehler dann doch noch gefunden, aber jetzt war's auch schon egal, die CD war zu dem Zeitpunkt schon im Presswerk. Das Intro haben wir jedoch live kein einziges Mal verwendet, denn ich bekam von Peter, meinem gothicmäßig angehauchten Videothekar eine schöne CD geschenkt, auf der ein schön düsteres Intro mit gregorianischem Gesang und mittelalterlichen Trommeln drauf war, welches wir die nächsten Jahre verwendeten. Heute ziehen wir zu der Musik von "Life of Brian" mit erhobenen Maßkrügen auf die Bühne, was ich aber, glaube ich, schon erwähnt habe.

Zurück bei Mani war das Ganze recht schnell abgemischt. Leider reichte das Geld nicht mehr für's Mastern, denn wir mussten die CD-Produktion noch bezahlen (und uns dafür sogar noch Geld vom Wick leihen), aber das Ergebnis konnte sich zu dem Zeitpunkt schon hören lassen. Für einen einzigen Tag, den er dafür Zeit hatte, hat es Mani sehr, sehr gut gemacht. Zum Vergleich: Bei Rules waren wir insgesamt 10 Tage am Abmischen, trotzdem gefällt mir Magma soundtechnich noch um Längen besser.

Jetzt musste das Ding nur noch auf CD kommen und natürlich optisch entsprechend etwas hermachen. Unser Logo hatten wir ja schon ein Jahr zuvor auf meinem Computer erstellt. Dazu saßen wir zu dritt vor der Kiste und überlegten gemeinsam, welche Waffen man denn alles in einen Schriftzug so einbauen könnte, dass es einfach nur geil aussieht. Wir gingen also zuerst einmal von einer freien Schriftart aus, die ich im Web gefunden hatte, vektorisierten diese und ergänzten dann das Ganze um Sensen und Äxte. Auf die Idee mit den Haifischrippen für das P und das m kam, glaube ich, Winny. Er schlug vor, die Buchstaben nach unten zu verlängern und Zacken und je eine Haifischflosse einzubauen. Das Ganze war eine Scheißarbeit. Ich meine, wir saßen damals zehn Stunden vor dem Bildschim, um den ersten Entwurf fertig zu stellen; ich verbrachte danach noch weitere 20 Stunden mit der Feinarbeit, um beispielsweise die Krümmung und die Zacken absolut spiegelsymmetrich zu gestalten. Allein an dem L von Lord saß ich stundenlang, bevor ich dann doch wieder zum ersten Entwurf zurückfand. Mit einer Axt versehen kippt jedes L nach vorne, wenn man ihm nicht noch ein Gegengewicht an den Pöter schraubt. Ich finde das Logo heute noch sehr gelungen und verspüre keinerlei Trieb, es zu verändern oder zu verbessern, was bei mir eigentlich immer fünf Minuten nach der Fertigstellung eines Projekts eintritt.

Nun war es wichtig, dass Magma ein entsprechendes Cover bekam. Auch damals gab es schon Internet, und da ich durch meine Arbeit an der Uni einen entsprechenden Zugang für zu Hause gestellt bekam, konnte ich so auf die Reise nach schönen Fotos gehen. Fündig wurde ich bei Mirre. Mirre war damals schon klasse und ist heute einer der besten Bryce-Künstler, die man finden kann. Er erstellt wunderschöne Bilder und hat mittlerweile viele Awards erhalten. Das Bild, welches auf dem Cover von Magma abgebildet ist, passte für mich wie die Faust aufs Auge, und so schrieb ich Mirre an und bekam von ihm sofort die Erlaubnis, sein Kunstwerk für Magma zu verwenden.

Für die Backcover- und Inlay-Fotos war ein alter Spezl von Wolfis Familie zuständig. Aufgenommen wurde das Ganze vor einer Alten Burg in Brannenburg. Ich schnippselte dann aus den einzelnen Fotos unser CD-Cover zusammen und erzeugte für das Inlay-Foto einen interessanten Effekt, indem ich unsere vier Fotos, in denen wir aus einem Burgfenster rausschauen zu einer Gesamtwand mir vier Fenstern so zusammenstellte, dass keinerlei Übergänge zu sehen waren. (Ähnliche habe ich auch bei Rules wieder gemacht: Hier wurden die Knochen über den Schädeln komplett am Computer zusammengesetzt, da das eigentliche Bild über den Köpfchen aufhörte.) So ging das Ganze dann in Druck, wobei ich Vollidiot noch die "gute Idee" hatte, unsere CD in Rot produzieren zu lassen, passend zu Magma halt. Leider wusste ich bis dahin noch nicht, dass Druckerzeugnisse nicht mit den Farben Rot, Gelb und Blau, sondern mit den Farben Cyan, Magenta und Gelb erstellt werden, und so wurde die CD nicht in Rot, sondern in Magenta produziert. Schrecklich. Und das mit uns: Eine rosafarbene CD.

Für die eigentliche Produktion der CD fand ich über einen Kollegen einen Shop, der uns einen sehr guten Preis für 500 fertige Scheiben inklusive Box und Cover. Abholen musste ich die Dinger drei Wochen später leider selber. Der Shop lag mitten im Bahnhofsviertel von München, dort im fünften Stock eines Hauses an einer dicht besiedelten Straße. Es war gar nicht einmal im Traum daran zu denken, dass sich hier auch nur die kleinste Parklücke finden könnte. Kurz dachte ich an ein Taxi, entschied mich dann aber doch für eine eher unorthodoxe Methode, die 500 CDs nach Hause zu bringen. Ich hatte mir irgendwann eine zusammenklappbare Sackkarre gekauft. Diese lud ich auf mein Fahrrad, schlug beim Shop auf, band die 5 Kartons an der Sackkarre fest und schnürte dann den Griff der Karre hinten an meinem Gepäckträger fest. Frag nicht, wie das ausgesehen hat, jedenfalls fuhr ich als Lastengespann verkleidet die 7 km nach Hause und hatte, außer einigen paranoischen Anfällen und Verlustphantsien keinerlei Schwierigkeiten. Zu Hause rief ich die Jungs an, die dann auch tatsächlich alle nach München kamen, um das Ding dort anzuhören. Endlich war unsere erste CD fertig und konnte verteilt werden. Wir freuten uns wie die Schneekönige und dachten, dass es jetzt endlich los gehen werde: Viele Auftritte, hunderte von Fans und Erfolg auf der ganzen Linie. Leider kam es ganz anders.

Immerhin: Die 500 CDs liegen heute noch in vielen Haushalten, Autos und Kneipen herum und werden, so hoffe ich, hin und wieder mal angespielt. Ich selbst habe nur noch vier Stück zu Hause und hüte die wie meinen Augapfel. Wer noch eine bei sich rumliegen hat: Gut aufheben, die Scheibe erhält sicherlich irgendwann mal das Prädikat "rare" und erzielt Höchstpreise bei Ebay...

Bild von Winny

Ist wirklich lustich sich mal wieder so durch die alten Zeiten zu lesen. Ein paar sachen sind mir nach längeren Nachdenken eingefallen, Wolfis Wunsch nach einem roughmix wurde nicht um 11 uhr geäußert, ( da hatte ich glaube ich gerade mal mit dem einsingen von Commission Paradise begonnen) sondern um 1.30 früh. Ich hatte die CD nämlich wie einen Liveauftritt einen Song nach dem anderen ohne Pause, immer nur ein Take pro Song , (denn wir hatten ja keine Zeit, weil Zeit ist Geld, und das hatten wir ja nicht ) eingesungen und gerade mal die grobsten Schnitzer, Huster und Rülpser verbessert, denn wir wollten den Kram ja umbedingt an diesem Tag noch fertig bringen, und der Manni war dann auch schon entsprechend angenervt, O ton Manni: so Marathonaktionen bis in da Fria mach i normalerweis heitz´dog nimma, da kam ihm nach erfolgreicher fertigstellung der Aufnahme der Wolfi gerade recht mit seiner bitte : konnst uns des net no schnell a bisse abmischen und a CD davo brenna, das ma beim hoamfarn was zum ohearn hom? Ich glaube mich erinnern zu können das auf diese obwohl recht bescheiden und freundlich vorgetragene Bitte postwendend das Götz-Zitat von seiten unseres hochgeschätzten Tontechnikers folgte.

Macht doch Spaß so viel Text ohne die verwendung eines Punktes zu schreiben. Aber so rede ich normalerweise auch  wenn ich zuviel gesoffen habe, zwei Stunden geschwalle ohne Punkt und Komma!

Und nachdem er Zähneknirschend eingewilligt hatte, uns noch schnell eine Silberscheibe von dem ganzen Kram zu ziehen stürtzte doch sein sündeteurer Mac Computer ab. Das war doch als ihr vor dem Ding gesessen seit und nur gesagt habt: Nein! Scheiße! hoffentlich is jetzt net alles weg! Da hat er doch dann den berümten Spruch gebracht: I hau den ganzen Scheiß zum Fenster raus

Das könntest du vieleicht auch noch einbauen, wenn du Lust dazu hast

stay metal!