1987 - Flexing Face und andere Monstrositäten
Nunja, Winny und ich kannten uns jetzt ja schon eine ganze Weile. Da blieb es nicht aus, dass wir sehr schnell dazu übergingen, gemeinsam am Wochenende als Band aufzutreten, anzugeben wie zehn nackte Affen und das komplette Lehrlingsgehalt (Winny) bzw. meine in den Schulferien und nachmittags hart erarbeiteten Groschen im Pernloher Keller in Trinkbares umzusetzen. Meistens lief das Ganze so ab:
Montag bis Mittwoch: Ruhe geben und versuchen, die Zeit bis Donnerstag irgendwie rumzubringen.
Donnerstag ab ins Okay (die Kneipe, die später mal zum Stingray wurde), dort dem DJ auf die Nerven gehen (Slayer! Los! Spiel doch mal Slayer! Angel of Death! Depp!) und viel Weißbier trinken (Jaaaaa! Damals tranken wir noch Weißbier!). Der Sound war dort zwar eher als "gerademal annehmbar" zu bezeichnen, aber irgendwann um 1 Uhr erbarmte sich der DJ - bzw. war so genervt von unserem permanenten Rumgenöle - dass er Slayer auf den Plattenteller schmiss. Dann ging es los: Aus allen dunklen Ecken kamen sämtliche Thrash- und Speedmetalfans wie die Ratten aus einem Aquaedukt auf die Tanzfläche gebrochen und schüttelten dort ihre prosaische Rübe in einer Geschwindigkeit, dass sie schon fast ins unsichtbare Spektrum wegvibrierte. Der Höhepunkt kam immer beim Solo: Wie auf Kommando warf sich die komplette Meute unter heftigem Kopfschütteln und Gliederzucken zu Boden, spielte dort Luftgitarre und robbte so über die Tanzfläche - der so genannte Bodenthrash. Für den Außenstehenden muss sich das angesehen haben wie das wöchentliche Treffen der anonymen Epileptiker mit Körpergeruch (die Randgruppe der Randgruppen), für uns war es einfach das Größte.
Nur ein einziges Mal in dieser Zeit verzichteten wir auf diesen Spaß: Walter, von dem später noch ausgiebiger zu reden sein wird, hatte den metallischen Lockrufen nicht länger widerstehen können und wagte sich eines Donnerstags ebenfalls ins Okay. Nur war Walter damals schon nicht in der Lage, seine Gliedmaßen auch nur halbwegs koordiniert zu bewegen - was sich später auch noch leidvoll an seinem Gitarrenspiel zeigen sollte. Also headbangte er nicht oder spielte Luftgitarre, nein, seine arhythmischen Zuckungen zur Musik glichen eher - beschönigend gesagt - kongolesischem Ausdruckstanz: Drehungen, grazienfernes Heben der Beine, asynchrones Pendeln und Kreiseln der Hände, während er untenrum verzweifelt versuchte, nicht über die eigenen Mauken zu stolpern, der nur ungenügend gelungene Versuch, den Text halbwegs mitzusingen - alles in allem so göttlich schlecht performt und so grottoid vorgetragen, dass sich die ansonsten ungezügelt headbangende Menge in einem sauber gezirkelten Kreis um Walter aufstellte, um von diesem unglaublichen Treiben nur ja nichts zu verpassen. Der Höhepunkt kam schließlich beim Solo. Wo sich ansonsten ca. 30 Kaputte auf den Boden warfen, hob Walter an zu einem - sogar halbwegs geglückten - Sprung, segelte in die Luft... Vergaß allerdings, beim Aufkommen das herabstürzende Körpergewicht mit den Knien abzufedern, so dass sich der komplette Inhalt seiner sämtlichen Taschen springbrunnengleich über eine Fläche von 10 Quadratmetern verstreute. Münzen, Autoschlüssel, Feuerzeuge, seine Brille, Zichten, Kronkorken, ein 15er Maulschlüssel, Coladosen und noch so anderes Getier wurde in die brüllende Menge geschleudert. Walter, ohne Brille so gut wie blind, versuchte verzweifelt, sein Hab und Gut wieder einigermaßen vollständig zurückzubekommen. Soweit ich mitbekommen habe, half ihm die komplette Metallermeute feixend bei der Suche nach seinen verstreuten Habseligkeiten, so dass am Schluss auch alles wieder komplett in Walters Taschen verstaut war, nur der Mann, der die Brille aufgefangen bzw. aufgehoben hatte, ließ sich mit seiner Wortmeldung etwas länger Zeit und hatte sichtlich Spaß an seiner Rolle.
Ein anderes Mal, als das Gespräch wieder um die Schlechtigkeit des Djs und um die Musik im Allgemeinen ging, hatte Winny wieder mal einen seiner absolut genialen Geistesblitze. Wir den ganzen Abend schon am Schimpfen, von wegen die Scheiß-Mucke, der DJ hat doch einen an der Waffel, der soll doch mal lieber Slayer spielen, was für ein Idiot, Blitz beim Scheißen usw. Da erklangen die ersten Takte von Too late for love (Def Leppard). Winny, ohne sein Gesicht zu verziehen, singt einen in diesem Moment spontan entstehenden Text mit, wir anderen wälzen uns am Boden vor Lachen. Ich selbst war gottseidank an diesem Tag noch einigermaßen nüchtern und habe es mir gemerkt. Noch heute spielen wir diesen Scheiß mit den Stümpfen bzw. Models Inc. Die erste Strophe ging/geht immer noch so:
I kniah vor der Schüssel / Und kotz' vor mi hi
Wos hob I denn bloß g'suffa / So schlecht war mir no nie
Oiss haut's ma ausse / Oiss duad mir scho weh
Warum muas I Arschloch / Aa no in d'Kneipn geh
Mir is so schlecht, so schlecht, so schlecht, I glaab, I muass glei speim
So schlecht, so schlecht, so schlecht, I muass speim
[...]
Freitag und Samstag ab 20:00 Uhr: Pernloher Keller. Da saßen wir immer neben der Bar am mittleren Tisch. Uschi kam mit dem Nachschenken der Getränke kaum noch nach. Ich denke, damals war auch die Zeit, als wir dieses Getränk Goaß'nmaß das erste Mal versuchten und bis heute dabei blieben. (Eine Goaß'nmaß, auch Goaß oder Geiseleinteil genannt [letzteres nur von Phantom Lordianern] ist ein besonders in Bayern verbreitetes Biermischgetränk. Es besteht je einem halben Liter dunklem Bier und Cola sowie ca. 4 cl Cognac [Frauen nehmen Kirschlikör]. Je nach gewünschtem Alkoholgehalt kann auch mehr Cognac beigefügt werden.) Keine Ahnung, wer uns damals angefixt hat, aber das Zeug schmeckt uns immer noch. Mittlerweile huldigen wir diesem ambrosianischen Saft sogar Live: Unter den Klängen der Anfangsmelodie von "Life of Brian" (die mit den drei Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern folgen, um das Kindlein zu preisen) besteigen wir die Bühne, jeder von uns trägt seine Goaß'nmaß wie der Pfarrer Sonntags in der Kirche das Evangelium über seinem Kopf, danach noch ein kräftiger Schluck und es geht los.
Ja, der Pernloher Keller war am Wochenende so etwas wie unsere zweite Heimat. Die Abende dort waren geprägt von sinnlosem Kurzweil und dampfhaften (nein, nicht gedämpften. Dampfhaften! Neues Wort. Merken!) Gesprächen. Die Musik war deutlich besser als Tags zuvor im Okay, damals legten ßSchosen (der wird wirklich so geschrieben), Helga und manchmal sogar Winny auf, so dass und oft Gelegenheit zur Kräftigung der Nackenmuskulatur gegeben wurde.
Besonders viel Spaß hatten wir mit Daxei. Damals hatte er nämlich die Eigenheit, nach dem beinahe kompletten Wegblasen der Rübe durch allzu viele alkoholische Getränke mit jedem, der ihm über den Weg lief, Streit anzufangen. Natürlich kannte ihn jeder und lachte sich meistens nur die Plauze krumm, denn kein Mensch, der bei einigermaßen klaren Verstand ist, haut Daxei einen vor dem Latz, denn er ist ungefähr so groß wie Peter Maffays kleinerer Bruder und muskulös wie eine philippinische Gespensterschrecke. Dabei legte er es wirklich drauf an, von uns erzogen zu werden, am liebsten durch Haue. Eines Abends saß er neben Slimey der ca. 2 Meter groß und definitiv nicht als skrofulös oder rachitisch durchgehen konnte. Wir standen alle mit Ohren wie Rhabarberblätter um die beiden rum und lauschten dem Streitgespräch:
Daxei: Gemma naus!
Slimey: Daxei, hoit's Mei!
Daxei: Naaa, gemma naus!
Slimey: Daxei, i mog mei Ruah!
Daxei: Auf geht’s! Gemma naus!
Slimey: Daxei, las ma mei Ruah!
Daxei: Jooo! Gemma naus!
Slimey: Daxei! I mog jetzt do sitzn und mei Bier sauffen und mei Ruah!
Das Ganze wiederholte sich ca. 5 Minuten lang. Danach hatte Slimey genug. Er stand auf, nahm Daxei hoch und trug ihn mit einem Arm die Kellertreppe hoch. Wir hörten nur noch "I ko selber geh!", und die zwei waren verschwunden. Oben setzte Slimey Daxei in den Schnee und ging wieder runter.
Ein anderes Mal wiederholte sich das beschriebe Streitgespräch fast wortwörtlich. Auch hier wollte Daxei unbedingt raus zum Schlägern, Slimey wollte in erster Linie seine Ruhe, sein Bier trinken und dass Daxei sein Maul hält. Diesmal nahm Slimey es aber nicht auf sich, den zeternden Hobbit die Treppe hochzutragen. Er setzte ihn auf den Tisch, machte ihm seine Jacke zu, Daxei schaute etwas bedröppelt in die Runde und wurde von Slimey am Kleiderhaken abgehängt. Gefühlte fünf Minuten konnte keiner von uns den tobenden Kerl herunternehmen, der dort oben am Haken hing, schimpfte und wetterte und komische Gesichter schnitt und auf alle Anwesenden fluchte, weil die Anwesenden vor Lachen sich am Boden wälzten und dadurch zu nichts mehr in der Lage waren. Herrlich!
Wenn wir mehr Leute waren, was meistens am Samstag der Fall war, saßen wir auch gerne am Stammtisch gleich hinter dem Eingang zur heutigen Blackout-Tanzfläche. Dort potenzierte sich der Blödsinn natürlich ins Unermessliche. Eines Tages erzählte Winny eine Geschichte dermaßen gestenreich, dass er dabei ein gut gefülltes Weißbierglas umstieß. Tja, mit den Worten "Uschi! An Lappen!" bat er daraufhin die leidgeprüfte Schankmaid um entsprechendes Reinigungsmaterial. Was er bekam, glich eher einer Ansammlung von putzigem Geprokel an grauem Rupfenstoff. Alle waren sie da: Die Zigarettenkippe, die Wollmaus, der Holzspan, der Erdklumpen und natürlich auch das Gewölle. Und alle im Plural. Was für eine heitere Versammlung an unsinnigen Existenzen auf einem ca. 100 Quadratzentimeter großem Stück Stoff. Egal, der Tisch musste wieder sauber werden, Augen zu und durch. Leider war die Saugkraft des bereits in seinem langen, langen Leben so stark geprüften Tuches sehr bald zu Ende, und so waren Lappen und Tisch noch voll. Hier war guter Rat schnell gefunden, Winny drehte die durch die Wischaktion inzwischen in Ehren ergraute Placke wieder zurück ins Weißbierglas. So was das Glas am Ende der Aktion wieder gut gefüllt , stand mit undefinierbarem, aber lebendigem Inhalt in der Mitte des Tisches und war Ziel so manches Hohnes und Spottes: So wurde das Glas weiter gefüllt, es diente als Ersatzaschenbecher, als Noagalfang, Winny schwört Stein und Bein, dass es noch jemand mit auf's Klo nahm und mit den Worten "So! Jetzt wieder voll!" auf dem Tisch abstellte, aber das habe ich nicht mitbekommen. Irgendwann tauchte der Berndi auf. Der Mann war damals ständig pleite, weil seine Mutter wohl der Meinung war, Taschengeld sei was für Weicheier, und der Junge kauft sich ja ohnehin nur eine von diesen Drogen, von denen man heute immer so viel spricht, nein, das geht nicht. So hörte man ihn zu der Zeit immer erst, bevor man ihn sah. Auch dieses Mal war zunächst ein tiefes, sonores "Schnorrrrrrrrrrr" zu vernehmen, zehn Sekunden später tauchte Berndi auf: "Mensch, habt Ihr mal was zu trinken für mich, ich hab so einen Durscht und kein Geld!" Die Antwort war klar: "Ja klar, das Glas hier hat einer schon bezahlt, der war aber schon so besoffen, dass er vor 10 Minuten abgehauen ist. Der kommt nicht mehr." ... Er hat erst gemerkt, wie ihm geschah, als ihm die erste Zigarettenkippe zwischen den Zähnen hing.
Legendär waren aber auch die diversen Partys, die wir ab und an besuchten. Neben diversen Gantstubn-Besäufnissen sind mir aus dieser Zeit noch zwei Feiern in besonderer Erinnerung.
Eddy, von dem hier schon mal die Rede war, lud uns eines Tages ein, nach Frasdorf zu fahren, weil dort eine Freundin von ihm, die Hennes, Geburtstag feierte. Wir müssten ihn nur mitnehmen, er hatte zu der Zeit noch keinen Führerschein und kein Auto. Und wir sollen dort spielen. "Wie?" dachten wir uns, "Ohne Schlagzeuger?" Zumindest ohne vernünftigen Schlagzeuger? Der Wutz war ja nicht zu gebrauchen und Eddy war zwar ein netter Kerl, aber leider war sein Schlagzeugspiel, naja, unterirdisch. Egal, sagt er, das sei eine Punkerparty, Zeug steht da, und wir sollen nur Gitarre und Verstärker mitnehmen und spielen. Schlagzeug sei egal, Hauptsache Lärm und unsere Gassenhauer und gut. Okay. Man darf ja nicht wählerisch sein, wenn es darum geht, den Bekanntheitsgrad zu verbessern. Und so wie wir damals nach außen hin auftraten, mussten wir uns irgendwann auch mal zeigen. Lagerfeuermusik mit E-Gitarre, die bekannten Gassenhauer, die auch ohne Schlagzeug funktionieren, Winnys Gesang war damals schon saugeil, das sollte schon hinhauen, besonders bei Menschen, die dergleichen Musik als offiziell veröffentlichte Platten meterweise zu Hause hatten.
Wir kamen, von Eddy ungefähr 2 Stunden durch Frasdorf geleitet (Frasdorf hat ungefähr 300 Einwohner, der Typ konnte einfach im Dunkeln den Weg nicht finden), ca. um 11 Uhr abends bei der Party an. Eddy stellte uns dem Geburtstagskind vor, wir gratulierten artig und Hennes griff Winny zur Begrüßung erstmal mit den Worten "Aaaah, Du bist also der Winny!" kernig ans Skrotum.. Ich konnte nicht glauben was ich da sah und schmiss mich natürlich erstmal weg. Der Auftritt, wenn man ihn so nennen darf, lief relativ unspektakulär, weil wir so in etwa das Gleiche machten, was wir sonst jeden Freitag vor dem Pernloher Keller im Proberum taten: Saufen, bis der Arzt nicht nur kommt, sondern schon wieder geht, Lieder wie Geschwisterliebe, Bombenhagel, Ich weiß nicht ob es Liebe ist, Popperschwein, Augustiner, Lasst uns froh und nicht mehr nüchtern sein, Mei Babba, 10 Halbe Bier und City's Burning zum Besten geben und blöd daherreden. Lustig war nur, dass Winny kaum zum Singen kam, weil sich Hennes dermaßen an ihn ranschmiss, dass er kaum noch dazu kam, die Wörter halbwegs richtig von sich zu geben. Mann muss dazu sagen, dass diese Frau nicht wirklich eine Schönheit war: Rote Erdbeernase, Poren, so groß, dass man befürchten musste, das Ameisen rausgekrochen kommen,Segelohren und ca. 1 Meter Kimme. Soweit ich mitbekommen hab, hat Blubbi sich später ihrer erbarmt, der war damals so voll, dass er wohl nicht mitbekam, was er da tat. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber schon wieder auf dem Nachhauseweg. Winny gruselte sich noch lange danach und auch Blubbi hat sich noch monatelang für diesen Abend geschämt...
Sehr geil war auch die Party in Evis Blockhütte. Das erste, was mir da auffiel, war, dass es keine Goaß'nmaß gab, sondern Schneemaß in einer blechernen Kinderbadewanne, so dass sich jeder nach Belieben und mittels einer bereitgelegten Schöpfkelle selbst bedienen konnte (Eine Schneemaß ist ein alkoholisches Mischgetränk, das in einem Maßkrug zubereitet und serviert wird. Dazu werden je ein viertel Liter Korn (z. B. Doornkaat), Bier und Zitronenlimonade oder Fanta in einen Maßkrug gegeben und das Ganze mit einigen Kugeln Vanilleeis aufgefüllt und verrührt. - Quelle: Wikipedia und eigene Erfahrungen). Das zweite, was mir auffiel, war ein Gestalt, die ungefähr so aussah, wie Gollum, nachdem er in einen Topf mit Testosteron und anderen anabolen Steroiden gefallen war. Winny klärte mich kurz danach auf: Erstens ist das eine Frau und zweitens heißt sie Flexing Face (Nein, das ist kein Taufname, die nannten sie alle nur so, weil sie einen dermaßenen Bartwuchs ihr eigen nannte, dass sie sich augenscheinlich jeden Tag mit der Flex rasieren muss. Eigentlich hieß sie Annemarie oder so.). Huälb! Ich schnappte mir gleich mal die Gitarre, um nicht in die Gefahr zu geraten, das nächste Opfer dieses Golems zu sein. Winnys Erlebnis mit Hennes in Frasdorf war mir noch in guter Erinnerung. Dennoch, die Party war extrem lustig. Die Voll-Brüder stopften dem rotzbesoffenen Jochen sämtliche Körperöffnungen incl. Nase und Ohren mit Erdnussflips voll, wir brachten singend und spielend die Zeit bis zum Morgengrauen gut über die Bühne, hatten viel Spaß und betranken uns heftig. Ein paar der Partygäste verzogen sich irgendwann in den ersten Stock zum Schlafen oder Weißgottsonstnochwas, wir anderen blieben unten und sangen unsere Lieder immer falscher und unartikulierter, bis es plötzlich von oben herab tropfte, direkt neben Winny auf den Boden.
Ein Schrei von oben drang durch die Nacht: "Hä, hod de kotzt?" Gemeint war Flexing Face, denn die war wohl für die Tropfaktion von der Decke durch die Abgabe von ekeleregendem Auswurf verantwortlich. Bääääh! Winny wurde sofort weiß wie die Wand und atmete schnell. Bäh. Kotze. Von oben! Wie übel ist das denn? Man sah gedämpftes Taschenlampenlicht durch die Luke nach unten scheinen, allem Anschein nach wurde dort oben kontrolliert, ob nicht irgendwer gerade den Bon Scott macht und an seinem eigenen Erbrochenen (oder an dem Erbrochenen eines anderen) erstickt. Danach kam die erleichterte Mitteilung: "Nein, Entwarnung, sie hat nur in d'Hosen g'soacht!". Waaaaaaaah! So schnell hab ich Winny noch nie aufstehen sehen, auch nachher nicht mehr. Er flüchtete würgend ins Gebüsch und man hörte nur noch die selbstsuggestiven Worte "Es war nur Wasser! Es war nur Wasser!". Naja, blieb nur noch die Frage: Wer fährt die nun heim? Natürlich war jeder zu betrunken, um noch fahren zu können. Neinnein, der Führerschein ist wichtig und ich darf auf keinen Fall mehr fahren, das geht nicht, ich bleib hier und leg mich hin. Der Ninja-Jochen, ein Dampfplauderer vor dem Herrn, der immer himmelschreiend übertriebene Stories erzählte, und zu der Zeit ihr Freund (!) erbarmte sich, und fuhr sie auf seinem Moped nach Hause. Ob er seinen Sitz anschließend mit General, Pril, Atta, Caramba und Sakrotan einer Intensivbehandlung unterzog oder ob er das Ding komplett auswechselte, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
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Hab mich gerade weggeschmissen vor Lachen, vor allem bei der Stelle mit der Philipinischen Gesenstschrecke. Nur eins noch, Heimgefahren hat dieses Frauenähnliche Produkt eines Albtraums nicht der Blubber, sondern der Ninja-Jochen das war nämlich ihr Freund. Du erinnerst dich sicher, das war dieser Dampfplauderer der immer diese Himmelschreiend übertriebenen Stories erzählte.So eine abartige kreatur wie die Annemarie, so, oder so ähnlich hieß die nämlich , hätte nicht mal der Blubber auch nur mit der Kneifzange angefasst. Der soff zwar Altes Cola, hatte aber in sachen Frauen, von der Hennes mal abgesehen, ( und da war er so breit gewesen, dass er sich noch Monate danach dafür schämte ) gar keinen so schlechten Geschmack.
Mir ist noch was eingefallen: damals legten im Keller der ßSchosen ( wird wirklich so geschrieben ) und die Helga auf.Micha kam erst viel später. Und zur Hütten Party, du hast ja die Voll brüder total vergessen die dem rotzbesoffenen Jochen sämtliche Körperöffnungen incl. Nase und Ohren mit Erdnussflips vollstopften.
Hu hu hu hu hu ha ha ha ha ha, mann Leute, gönnt mir doch mal ne Lachpause, ich kriech schon Krämpfe.
Gute Idee. Ich werde es heute noch einfügen. Nochwas ist mir eingefallen: Die Geschichte vom Berndi und dem umgeschmissenen Weißbierglas war doch auch in etwa zu diser Zeit, oder? Die tät ich auch noch mit einfügen...
So, hab's ausgebessert. und die Story mit dem Weißbierglas auch noch untergebracht (ist irgendwo in der Mitten). Viel Spaß beim erneuten Lesen.